← Zurück zur Übersicht Framework Laptop 13 Pro: Die modulare Linux-Revolution auf der Computex 2026

Framework Laptop 13 Pro: Die modulare Linux-Revolution auf der Computex 2026

Während die großen Tech-Giganten auf der Computex 2026 in Taipeh vor allem mit immer größeren KI-Beschleunigern um sich werfen, hat ein kleinerer Akteur heute die Herzen der Hardware-Enthusiasten und Linux-Poweruser erobert: Framework hat offiziell das Framework Laptop 13 Pro vorgestellt. Es ist nicht nur ein einfaches Upgrade, sondern eine grundlegende Neuentwicklung ("Ground-up Redesign"), die Modularität mit High-End-Leistung verbindet, die bisher nur in geschlossenen Systemen denkbar war.

Panther Lake trifft auf modularen Speicher

Das Herzstück des neuen 13-Zoll-Modells ist Intels brandneue Core Ultra Series 3 Architektur (Panther Lake), gefertigt im fortschrittlichen Intel 18A Prozess. Framework bietet Konfigurationen vom Ultra 5 325 bis hin zum Spitzenmodell Ultra X9 388H an.

Die eigentliche Sensation ist jedoch der Arbeitsspeicher: Framework vollzieht den Wechsel auf den LPCAMM2-Standard. Damit ist das Framework 13 Pro eines der ersten Laptops weltweit, das die Energieeffizienz von fest verlötetem LPDDR5X-Speicher mit der Flexibilität von austauschbaren Modulen kombiniert. Mit bis zu 64 GB RAM bei 7467 MT/s setzt Framework ein deutliches Zeichen gegen die "Soldered RAM"-Kultur der Konkurrenz.

Die technischen Highlights im Überblick:

  • Prozessor: Intel Panther Lake (Core Ultra Series 3) oder AMD Ryzen AI 300 Optionen.
  • Arbeitsspeicher: Modularer LPCAMM2 (LPDDR5X-7467), bis zu 64 GB.
  • Display: 13,5 Zoll LTPS-Touchscreen, 2880 x 1920 Pixel, 120Hz VRR, 700 nits.
  • Akku: Massive Steigerung auf 74Wh für echte "All-Day"-Laufzeiten.
  • Gehäuse: Komplett CNC-gefrästes 6063 Aluminium in neuem "Graphite"-Finish.

"MacBook Pro für Linux-User"

Framework positioniert das 13 Pro explizit als die ultimative Maschine für Entwickler und Sysadmins. Es ist das erste Gerät des Herstellers, das eine offizielle Ubuntu-Zertifizierung erhält. In Zusammenarbeit mit Canonical wurde sichergestellt, dass jede Hardwarekomponente – vom Wi-Fi 7 (Intel BE211) bis hin zum Fingerabdrucksensor – "out of the box" perfekt unter Linux funktioniert.

Neben Ubuntu-vorinstallierten Editionen wird Framework auch weiterhin die beliebte DIY-Edition anbieten, bei der Nutzer ihre bevorzugte Distro selbst aufsetzen können.

Konnektivität ohne Kompromisse

Das bewährte Expansion-Card-System wurde für das Pro-Modell erweitert. Neu angekündigt wurde eine 10Gbps Ethernet Expansion Card, die vor allem für Netzwerkspezialisten ein Gamechanger ist. Zudem unterstützt das Panther-Lake-Mainboard nativ Thunderbolt 5, was eine Bandbreite von bis zu 120 Gbit/s für externe GPUs und Dockingstationen ermöglicht.

Für Nutzer, die maximale Grafikpower benötigen, zeigte Framework zudem ein OCuLink-Entwicklungskit, das über den M.2-Slot oder zukünftige Erweiterungskarten angebunden werden kann – eine klare Antwort auf den Wunsch der Community nach latenzfreier eGPU-Anbindung.

Preis und Verfügbarkeit

Das Framework Laptop 13 Pro kann ab heute vorbestellt werden. Die Preise für die DIY-Edition starten bei 1.199 US-Dollar, während die fertig konfigurierten Pro-Modelle ab 1.499 US-Dollar gelistet sind. Besonders erfreulich für Bestandskunden: Das neue Mainboard bleibt mechanisch kompatibel mit älteren Framework 13 Gehäusen, wobei für den großen 74Wh-Akku eine neue Bodenplatte benötigt wird.

Die Auslieferung der ersten Chargen ist für Ende Juni 2026 geplant. Mit diesem Release beweist Framework einmal mehr, dass Nachhaltigkeit und High-End-Performance keine Gegenspieler sein müssen – solange man den Mut zur Modularität hat.