Totalblockade am Golf: Iran schließt Straße von Hormus – Erste Schüsse auf Tanker
Teheran / Washington D.C., 19. April 2026 – Aus der US-Blockade gegen iranische Schiffe wurde in der Nacht zum Sonntag eine offene Krise der gesamten Route. Der Iran erklärte die Straße von Hormus für gesperrt und knüpfte jede Passage an eigene Genehmigungen. Damit kippte die Lage zwei Tage nach der US-Blockade vom 17. April und eine Woche nach dem Islamabad-Gipfel.
Was am frühen Sonntag gemeldet wurde
Gegen 02:45 Uhr Ortszeit meldeten Überwachungsstellen erste Kampfhandlungen. Schnellboote der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) sollen auf den unter indischer Flagge fahrenden Öltanker Sanmar Herald sowie auf ein weiteres Containerschiff gefeuert haben. Beide Schiffe näherten sich zu diesem Zeitpunkt der Meerenge.
Kurz darauf bekräftigte Teheran seine Linie: Schiffe ohne iranische Freigabe würden als feindliche Ziele behandelt. Der Schritt war die direkte Antwort auf die amerikanische Blockadepolitik vom Freitag.

Weißes Haus im Krisenmodus
In Washington wurde Präsident Trump kurz nach Mitternacht (ET) in den Situation Room gerufen. Laut damaligen Berichten beriet der Nationale Sicherheitsrat über das weitere Vorgehen. Die USA hatten ihre Blockade iranischer Schiffe mit dem Scheitern des Islamabad-Friedensgipfels begründet.
Trump betonte in einer ersten Stellungnahme via Social Media, dass die USA „die Freiheit der Schifffahrt mit allen Mitteln verteidigen werden“. Eine unmittelbare militärische Antwort der US-Marine, die mit mehreren Flugzeugträgerverbänden in der Region präsent ist, wird für die kommenden Stunden befürchtet.
Warum Hormus sofort ein Weltwirtschaftsthema wurde
Die Straße von Hormus ist kein regionales Nebenthema, sondern ein globales Nadelöhr. Schon wenige Stunden Unsicherheit reichen aus, um Frachtraten, Versicherungsprämien und Energiepreise nach oben zu treiben. Da der Vorfall an einem Sonntag stattfand, verlagerte sich der erste Schock zunächst in den elektronischen Vormarkt und in die Einsatzpläne der Reeder.
- Für Ölimporteure zählt jede Verzögerung, weil Tankerketten und Umladungen sofort ins Rutschen geraten.
- Für Europa und Asien geht es nicht nur um Rohöl, sondern auch um Planbarkeit bei Lieferungen und Raffinerien.
- Für Reeder ist bereits die Drohung entscheidend, weil Kriegsrisiko-Versicherungen und Umroutungen teuer werden.
Warum der 19. April ein Wendepunkt war
Der 19. April markierte den Moment, in dem aus Druck auf iranische Schiffe eine Krise der ganzen Passage wurde. Wer den weiteren Verlauf einordnen will, findet die militärische Fortsetzung in Phase 2 von Project Freedom im Mai und die wirtschaftliche Folge im Beitrag zum OPEC-Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate.
Quellen: Reuters Breaking News, AP Middle East Desk, IRGC Official Statement, CNN Security Briefing 2026.