← Zurück zur Übersicht re:publica 2026: 'Never Gonna Give You Up' – Berlin feiert 20 Jahre digitale Gesellschaft

re:publica 2026: 'Never Gonna Give You Up' – Berlin feiert 20 Jahre digitale Gesellschaft

Die re:publica 2026 ist inzwischen vorbei, aber ihr Motto trägt noch. Vom 18. bis 20. Mai 2026 lief die rp26 in der STATION Berlin unter dem Slogan "Never Gonna Give You Up". Offiziell war das keine bloße Meme-Referenz, sondern ein Bekenntnis zu Demokratie, Pressefreiheit, offenem Netz und digitaler Gerechtigkeit.

Atmosphäre in der STATION Berlin bei der re:publica 2026

Update vom 2026-06-04: Die Veranstaltung ist abgeschlossen. Das Programm bleibt online, und Session-Videos werden laut re:publica nach und nach auf dem YouTube-Kanal des Festivals veröffentlicht.

Warum das Motto 2026 funktioniert hat

Der Slogan traf einen Nerv. Im Frühjahr 2026 drehten sich viele Debatten gleichzeitig um Macht, Kontrolle und Vertrauen: um staatliche Sovereign-AI-Strategien, um offene Modellgewichte wie DeepSeek V4, um die Machtfragen hinter dem Urteil im Fall Musk gegen OpenAI und um die reale Gefahr von KI-gestützter Wahlmanipulation in Kolumbien.

Genau in dieses Klima setzte die re:publica ihr Motto: nicht aufgeben, sich nicht gegeneinander ausspielen lassen und Technik nicht nur als Produkt, sondern als gesellschaftliche Infrastruktur behandeln. Das ist deutlich tragfähiger als die naheliegende Lesart als Rickroll-Gag.

Was auf der rp26 tatsächlich im Fokus stand

Laut Veranstalter kamen mehr als 1.000 Sprecher*innen auf über 20 Bühnen zusammen. Das Programm war bewusst breiter als der übliche KI-Hype und verteilte sich auf sechs offizielle Tracks: Politics & Society, Education & Learning, Media & Public Spheres, Science & Technology, Economy & Innovation sowie Arts & Culture.

Dazu kamen vier sichtbare Programm-Specials: das WDR Europaforum, re:claim digital future, ON SCREEN und die parallel laufende TINCON. Gerade diese Mischung erklärt, warum die re:publica in Berlin eher Seismograf als Produktmesse ist: Hier wird nicht nur über Tools gesprochen, sondern über Öffentlichkeit, Regulierung, Bildung, Kultur und politische Folgen.

Warum der Artikel trotz abgelaufenem Termin noch nützlich ist

Der eigentliche Wert der rp26 lag nicht in einzelnen Bühnenslots, sondern in der Verdichtung. Wer verstehen will, wie Deutschland und Europa 2026 über KI, Plattformmacht und digitale Öffentlichkeit sprechen, bekommt hier eine brauchbare Momentaufnahme. Das Festival feierte 20 Jahre re:publica-Geschichte seit 2007; laut Veranstalter war die Ausgabe 2026 zugleich die 19. re:publica in Berlin.

Wer tiefer einsteigen will, findet das offizielle Motto und das Programm weiter auf re-publica.com. Für Leserinnen und Leser, die zentrale 2026er Debatten nachzeichnen wollen, sind besonders die oben verlinkten Beiträge zu Souveränität, offenen Modellen, KI-Recht und Deepfakes die sinnvollste Ergänzung.

Offizielle Einstiegspunkte: