Auftakt in Zürich: Deutschland verliert 1:3 gegen Finnland
Die Mission WM-Gold oder zumindest eine Wiederholung des Silber-Coups von 2023 hat für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft mit einem Dämpfer begonnen. Am heutigen Freitagabend unterlag die Auswahl von Bundestrainer Harold Kreis im Eröffnungsspiel der Gruppe A in Zürich dem Favoriten aus Finnland mit 1:3 (0:1, 0:0, 1:2).
Vor 12.000 Zuschauern in der ausverkauften Swiss Life Arena zeigte das deutsche Team zwar eine kämpferisch starke Leistung, scheiterte jedoch letztlich an der gnadenlosen Effizienz der Finnen im Powerplay und einem überragenden Juuse Saros im Tor der Skandinavier.
Disziplin entscheidet das Spiel
Das Spiel begann zerfahren, beide Teams suchten nach ihrem Rhythmus. Die Entscheidung im ersten Drittel fiel in der 9. Minute, als Anton Lundell eine Überzahlsituation eiskalt zum 1:0 für Finnland nutzte. Deutschland hielt danach gut dagegen, konnte eigene Chancen durch JJ Peterka und Nico Sturm jedoch nicht verwerten.
Nach einem torlosen zweiten Drittel, in dem die deutsche Defensive um Goalie Philipp Grubauer Schwerstarbeit leistete, sorgte Jesse Puljujärvi in der 44. Minute – erneut in Überzahl – für das 2:0.
Hoffnung durch Loibl, Entscheidung durch Räty
Deutschland gab sich nicht auf. In der 49. Minute keimte Hoffnung auf, als Stefan Loibl nach einer schönen Kombination über die Flügel den Anschlusstreffer zum 1:2 markierte. Die Halle, in der viele deutsche Fans für Heimspielatmosphäre sorgten, kochte.
Die Drangphase der DEB-Auswahl wurde jedoch jäh gestoppt, als Aatu Räty in der 56. Minute einen Konter zum 3:1-Endstand abschloss. Deutschland versuchte in den Schlussminuten ohne Torhüter noch einmal alles, doch die finnische Abwehr stand sicher.
Die Spieldaten im Überblick
| Ereignis | Details |
|---|---|
| Datum | 15. Mai 2026, 16:20 Uhr |
| Spielort | Swiss Life Arena, Zürich (Schweiz) |
| Ergebnis | Finnland 3:1 Deutschland (1:0, 0:0, 2:1) |
| Zuschauer | 12.000 (ausverkauft) |
Tore:
- 1:0 Anton Lundell (9. Min / Powerplay)
- 2:0 Jesse Puljujärvi (44. Min / Powerplay)
- 2:1 Stefan Loibl (49. Min)
- 3:1 Aatu Räty (56. Min)
Ausblick: Lettland wartet am Sonntag
Trotz der Niederlage kann die deutsche Mannschaft auf der Leistung aufbauen. Gegen einen der Top-Favoriten des Turniers war man über weite Strecken ebenbürtig. "Wir haben heute gesehen, dass wir mithalten können, aber wir müssen unsere Strafen minimieren", resümierte Kapitän Moritz Müller nach der Partie.
Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht: Bereits am Sonntag, den 17. Mai 2026, steht das zweite Gruppenspiel an. Um 20:20 Uhr trifft Deutschland auf Lettland. Ein Sieg ist dort Pflicht, um die Ambitionen auf das Viertelfinale frühzeitig zu untermauern.