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Microsoft meldet 82,9 Milliarden Dollar Umsatz: Azure und KI treiben das dritte Quartal FY26

Microsoft meldet 82,9 Milliarden Dollar Umsatz

Stand: 30. April 2026, 00:00 Uhr CEST. Microsoft hat am Mittwoch, 29. April 2026, nach US-Boersenschluss die Ergebnisse fuer das dritte Quartal des Geschaeftsjahres 2026 vorgelegt. Die Kernaussage ist klar: Cloud und KI tragen das Wachstum weiter mit hoher Wucht. Der Konzern meldet 82,9 Milliarden Dollar Umsatz nach 70,1 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal, dazu 31,8 Milliarden Dollar Nettogewinn und ein verwsertes Ergebnis je Aktie von 4,27 Dollar.

Besonders auffaellig ist die Formulierung von CEO Satya Nadella selbst: Microsofts KI-Geschaeft habe inzwischen eine annualisierte Umsatzrate von mehr als 37 Milliarden Dollar erreicht, ein Plus von 123 Prozent gegenueber dem Vorjahr. Zusammen mit 40 Prozent Wachstum bei Azure und anderen Cloud-Services ist das die Zahl, die am spaeten Abend des 29. April den Takt vorgibt.

Lokales Artikelbild zu Microsofts Q3-Zahlen FY26

Was Microsoft offiziell gemeldet hat

Punkt Bestaetigter Wert
Veroeffentlichung 29. April 2026
Zeitraum Quartal beendet am 31. Maerz 2026
Umsatz 82,9 Milliarden Dollar
Umsatzwachstum +18 Prozent
Operatives Ergebnis 38,4 Milliarden Dollar
Wachstum operatives Ergebnis +20 Prozent
Nettogewinn 31,8 Milliarden Dollar
Verwsertes EPS 4,27 Dollar
Microsoft Cloud Umsatz 54,5 Milliarden Dollar
Microsoft Cloud Wachstum +29 Prozent
Azure und andere Cloud-Services +40 Prozent
AI annual revenue run rate ueber 37 Milliarden Dollar
Start des Earnings-Calls 29. April 2026, 23:30 Uhr CEST

Warum die KI-Zahl heute wichtiger ist als nur die Schlagzeile zum Gewinn

Viele Quartalsberichte liefern inzwischen irgendeine KI-Botschaft. Microsoft geht diesmal einen Schritt weiter und verankert KI direkt in einer harten Umsatzkennzahl. Die Angabe einer annualisierten Umsatzrate von mehr als 37 Milliarden Dollar signalisiert, dass KI bei Microsoft nicht mehr nur ein Zukunftsversprechen oder ein Kostenblock ist, sondern bereits ein massiver Umsatztreiber im laufenden Geschaeft.

Das passt zur Segmententwicklung:

  • Productivity and Business Processes stieg auf 35,0 Milliarden Dollar, getragen von Microsoft 365 Commercial Cloud.
  • Intelligent Cloud legte auf 34,7 Milliarden Dollar zu und bleibt das Zentrum der Azure-Dynamik.
  • More Personal Computing fiel leicht auf 13,2 Milliarden Dollar, belastet durch schwaechere Hardware- und Gaming-Umsaetze.

Gerade diese Verteilung macht die Meldung relevant. Microsoft waechst nicht breit und gleichmaessig, sondern vor allem dort, wo Unternehmen fuer Rechenleistung, Cloud-Plattformen und produktionsnahe KI-Funktionen zahlen.

Wo Microsoft zugleich auf die Bremsspuren hinweist

Der Bericht ist keine reine Jubelmeldung. Microsoft schreibt auf der offiziellen Performance-Seite ausdruecklich, dass die Bruttomarge unter fortgesetzten Investitionen in KI-Infrastruktur und steigender KI-Nutzung leidet. Die Microsoft-Cloud-Bruttomarge sank auf 66 Prozent. Gleichzeitig stiegen die operativen Kosten unter anderem wegen mehr Compute-Kapazitaet, KI-Talenten und Datenkosten.

Fuer Leser ist das der entscheidende zweite Satz zur Story: Die Nachfrage ist stark, aber Microsoft bezahlt dieses Wachstum weiter mit sehr hohen Vorleistungen. Genau deshalb wird der begleitende Analystencall ab 23:30 Uhr CEST fuer den Ausblick besonders wichtig.

Drei konkrete Signale aus dem Bericht

  1. Azure bleibt der Wachstumsmotor. Ein Plus von 40 Prozent bei Azure und anderen Cloud-Services ist fuer einen Konzern dieser Groesse weiter ein sehr harter Wert.
  2. KI wird messbar. Die genannte Run-Rate von mehr als 37 Milliarden Dollar verschiebt die Debatte von Vision zu realem Umsatz.
  3. Nicht alle Bereiche ziehen mit. Xbox-Content und -Services lagen laut Bericht 5 Prozent unter Vorjahr, More Personal Computing insgesamt 1 Prozent.

Was die Zahlen in der Nacht zum 30. April bedeuten

Zum aktuellen Zeitpunkt ist die Lage ungewoehnlich klar: Microsoft hat ein starkes Quartal offiziell bestaetigt, und der Grund dafuer heisst Cloud plus KI. Wer am 30. April auf Tech-Aktien, Hyperscaler oder den KI-Infrastrukturzyklus schaut, bekommt hier einen der haertesten Datenpunkte der laufenden Berichtssaison.

Offen bleibt weniger die Frage, ob Microsoft waechst, sondern wie lange der Konzern dieses Tempo bei Azure und KI halten kann, ohne dass Investitionen in Rechenzentren und Infrastruktur die Margen staerker belasten. Genau dort entscheidet sich, ob aus einem starken Quartal auch ein noch staerkeres Jahr wird.

Quellen