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Mealie mit Docker Compose: Eigenen Rezeptmanager lokal auf Port 9925 starten

Mealie mit Docker Compose: Eigenen Rezeptmanager lokal auf Port 9925 starten

Wer Rezepte, Einkaufsplanung und Meal Prep nicht in verstreuten Apps, Notizen und Browser-Lesezeichen halten will, bekommt mit Mealie eine deutlich praktischere lokale Loesung. Das Projekt ist im Juni 2026 sauber genug dokumentiert, um es ohne Bastel-Overkill reproduzierbar mit Docker Compose zu starten.

Der verifizierte Stand fuer diesen Artikel ist klar: Die offizielle Installations-Checkliste empfiehlt Docker und nennt SQLite fuer die meisten Setups als ausreichend. Die offizielle SQLite-Seite zeigt weiterhin ein einzelnes Compose-Setup mit ghcr.io/mealie-recipes/mealie:v3.19.2, Host-Port 9925 und internem Port 9000. Auf GitHub ist v3.19.2 zugleich als aktueller Release vom 29. Mai 2026 gelistet. Genau deshalb pinne ich hier bewusst auf diese Version statt auf latest.

Was du am Ende hast

  • Mealie lokal unter http://127.0.0.1:9925
  • Einen einzelnen Compose-Dienst mit SQLite statt zusaetzlicher Datenbank
  • Einen sichtbaren Login im Browser statt nur eines laufenden Containers
  • Klare Pruefschritte mit docker compose, Logs und curl
  • Einen sauberen Startpunkt fuer spaetere Rezepte, Wochenplanung und Backups

Warum hier SQLite die richtige Wahl ist

Die offizielle Mealie-Doku beschreibt SQLite explizit als sinnvolle Standardwahl fuer kleine Installationen mit etwa 1 bis 20 Nutzern. Wenn du nur fuer dich, deine Familie oder ein kleines Team startest, ist das der bessere Einstieg als sofort PostgreSQL mitzuschleppen.

Wichtig ist nur die Grenze: Wenn du spaeter mehr Parallelitaet brauchst oder Funktionen wie fuzzy search nutzen willst, verweist die Doku auf die PostgreSQL-Variante.

Voraussetzungen

Du brauchst:

  • Docker Engine oder Docker Desktop
  • docker compose
  • einen freien Port 9925
  • einen neuen Arbeitsordner statt eines alten Compose-Verzeichnisses

Pruefe die Basis kurz:

docker --version
docker compose version

1. Arbeitsordner anlegen

Starte bewusst in einem frischen Ordner:

mkdir mealie-lab && cd mealie-lab

Wenn dein Linux-Benutzer nicht die UID und GID 1000 nutzt, kannst du das direkt pruefen:

id -u
id -g

Die Werte brauchst du gleich fuer PUID und PGID.

2. Compose-Datei schreiben

Lege jetzt mealie-lab/compose.yaml an:

services:
  mealie:
    image: ghcr.io/mealie-recipes/mealie:v3.19.2
    container_name: mealie
    restart: unless-stopped
    ports:
      - "127.0.0.1:9925:9000"
    deploy:
      resources:
        limits:
          memory: 1000M
    volumes:
      - mealie-data:/app/data/
    environment:
      ALLOW_SIGNUP: "false"
      PUID: 1000
      PGID: 1000
      TZ: Europe/Berlin
      BASE_URL: http://127.0.0.1:9925
      DEFAULT_GROUP: Home
      DEFAULT_HOUSEHOLD: Family

volumes:
  mealie-data:

Warum genau diese Punkte?

  • ghcr.io/mealie-recipes/mealie:v3.19.2 folgt der offiziell gezeigten SQLite-Vorlage und bleibt reproduzierbar.
  • 127.0.0.1:9925:9000 haelt den Dienst lokal und entspricht dem in der Doku genannten Frontend-Port.
  • ALLOW_SIGNUP: "false" passt zur dokumentierten Default-Sicherheit.
  • BASE_URL ist fuer dieses lokale Setup auf die von aussen erreichbare Host-Adresse gesetzt.
  • Das Named Volume mealie-data haelt die Daten ueber Container-Neustarts hinweg.

Wenn id -u oder id -g nicht 1000 liefern, ersetze PUID und PGID entsprechend.

3. Stack starten

Jetzt ziehst du das Image und startest Mealie:

docker compose pull
docker compose up -d

Danach sollte die Weboberflaeche lokal bereitstehen unter:

http://127.0.0.1:9925

4. Lokal verifizieren

Pruefe zuerst, ob der Container sauber laeuft:

docker compose ps
docker compose logs --tail=100 mealie

Danach testest du den HTTP-Endpunkt:

curl -I http://127.0.0.1:9925

Wenn alles stimmt, bekommst du einen erfolgreichen HTTP-Status oder einen Redirect auf die Login-Seite. Genau hier ist das sichtbare Zwischenergebnis erreicht: Mealie antwortet lokal im Browser.

5. Erster Login und erste sinnvolle Schritte

Die offizielle Installations-Checkliste nennt fuer den ersten Start weiterhin diese Standard-Zugangsdaten:

Nach dem ersten Login solltest du sofort:

  1. das Passwort aendern
  2. unter /admin/site-settings pruefen, ob die Konfiguration sauber erkannt wurde
  3. dein erstes Rezept oder einen Import testen
  4. entscheiden, ob du die Instanz spaeter nur lokal oder hinter Reverse Proxy mit HTTPS nutzen willst

6. Updates und Backups sauber halten

Fuer Updates verweist die offizielle Doku auf genau diesen Ablauf:

docker compose down
docker compose pull
docker compose up -d

Wenn du auf eine spaetere Version wechseln willst, aenderst du vorher nur den Image-Tag in mealie-lab/compose.yaml.

Bei Backups ist der wichtige Punkt nicht Marketing, sondern Disziplin: Mealie bietet laut Doku einen kompletten Site-Backup-Mechanismus ueber die Oberflaeche, und diese Backups gehoeren nicht nur auf denselben Host, sondern auch an einen zweiten sicheren Ort.

Fazit

Mealie ist als Docker-Compose-Projekt gerade deshalb stark, weil das Ergebnis sofort sichtbar und alltagstauglich ist. Du startest keinen abstrakten Stack, sondern landest nach wenigen Minuten in einer echten Rezept- und Planungsoberflaeche im Browser.

Fuer einen sauberen lokalen Start im Juni 2026 ist die SQLite-Variante mit v3.19.2 der pragmatische Einstieg: ein Container, klarer Host-Port, reproduzierbarer Release-Stand und genug Substanz fuer echten Dauerbetrieb.

Quellen