← Zurück zur Übersicht 8-Uhr-Ultimatum: Iran erklärt Intel, Nvidia und 16 weitere Tech-Riesen zum „legitimen Ziel“

8-Uhr-Ultimatum: Iran erklärt Intel, Nvidia und 16 weitere Tech-Riesen zum „legitimen Ziel“

8-Uhr-Ultimatum: Iran erklärt Intel, Nvidia und 16 weitere Tech-Riesen zum „legitimen Ziel“

Es ist der 1. April 2026, 20:15 Uhr in Berlin – und während ein Großteil der Tech-Welt heute mit Aprilscherzen beschäftigt war, hat sich im Nahen Osten eine bedrohliche Lage zugespitzt. Die iranische Revolutionsgarde (IRGC) hat am heutigen Mittwoch offiziell 18 führende US-amerikanische Technologie- und Finanzunternehmen als „legitimen Ziele“ für Vergeltungsschläge deklariert.

Das gesetzte Ultimatum für Mitarbeiter, die Büros und Anlagen in der Region zu verlassen, lief um 20:00 Uhr Tehraner Zeit (18:30 Uhr MESZ) ab. Berichten zufolge wurden Anwohner in einem Umkreis von einem Kilometer um die betroffenen Standorte aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.

Globale Spannungen zwischen Tech-Giganten und geopolitischen Akteuren

Die „Liste der 18“: Wer steht im Fadenkreuz?

Die IRGC wirft den Unternehmen vor, die notwendige Infrastruktur für „gezielte Operationen und Spionage“ gegen iranische Führungspersönlichkeiten bereitgestellt zu haben. Besonders im Fokus steht dabei der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Cloud-Kapazitäten.

Auf der heute veröffentlichten Liste stehen unter anderem:

  • Hardware & Halbleiter: Intel, Nvidia, HP, Dell
  • Cloud & Software: Microsoft, Google (Alphabet), Amazon (AWS), Oracle, IBM, Palantir
  • Mobilität & Raumfahrt: Tesla, Boeing
  • Plattformen: Apple, Meta (Facebook/Instagram/WhatsApp)
  • Netzwerk & Sicherheit: Cisco, G42 (VAE), Spire Solutions (VAE)
  • Finanzen: JPMorgan Chase

Intel reagiert als erster Konzern offiziell

Während die meisten betroffenen Unternehmen auf Anfrage von Journalisten schwiegen oder lediglich mit „Kein Kommentar“ antworteten, gab Intel als erster der Tech-Riesen ein offizielles Statement ab.

„Die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeiter haben für uns oberste Priorität“, erklärte ein Sprecher des Unternehmens. „Wir ergreifen alle notwendigen Maßnahmen, um unsere Teams und Einrichtungen im Nahen Osten zu schützen, und beobachten die Lage extrem aufmerksam.“

Andere Firmen wie Microsoft und Google sollen intern bereits Sicherheitsvorkehrungen getroffen haben, darunter die Anweisung zu flächendeckendem Home-Office für Mitarbeiter in den entsprechenden Regionen.

Der Hintergrund: KI als Waffe

Die Begründung der IRGC zielt direkt auf die technologische Überlegenheit des Westens ab. Es wird behauptet, dass insbesondere Nvidia-Chips und Cloud-Infrastrukturen von Microsoft und Amazon dazu genutzt wurden, um mittels KI-gestützter Analysen Bewegungen von Militärs in Echtzeit zu verfolgen. Anlass für die aktuelle Drohung war laut dem Statement die angebliche Tötung des Brigadegenerals Jamshid Eshaghi vor wenigen Tagen.

Reaktionen an den Märkten und Ausblick

Die Ankündigung sorgte für sofortige Unruhe an den Börsen. Besonders die Aktien von Nvidia und Palantir zeigten sich volatil, da sie stark im Rüstungs- und Geheimdienstsektor engagiert sind. Analysten warnen vor einer neuen Form der „Tech-Kriegsführung“, bei der zivile Unternehmen direkt in geopolitische Konflikte hineingezogen werden.

Da das Ultimatum bereits verstrichen ist, blickt die Welt nun besorgt auf die Standorte in der Golfregion. Bisher liegen keine Berichte über physische Angriffe vor, doch Sicherheitsexperten warnen auch vor massiven Cyber-Angriffen, die als Reaktion auf das verstreichen der Frist folgen könnten.

Wir werden die Situation weiter beobachten und über neue Entwicklungen berichten.


Quellen: Reuters, CNBC, Al Jazeera, Intel Corporate Communications.