← Zurück zur Übersicht Ubuntu 26.04 LTS „Resolute Raccoon“: Release Candidate ab heute verfügbar

Ubuntu 26.04 LTS „Resolute Raccoon“: Release Candidate ab heute verfügbar

Ubuntu 26.04 LTS „Resolute Raccoon“: Release Candidate ab heute verfügbar

Stand: 16. April 2026, 12:00 Uhr CEST. Pünktlich zum geplanten Zeitplan hat Canonical heute am 16. April 2026 den Release Candidate (RC) für die nächste Langzeit-Support-Version Ubuntu 26.04 LTS „Resolute Raccoon“ freigegeben. Damit ist der Weg frei für die finale Veröffentlichung, die für den 23. April 2026 erwartet wird.

Die „Resolute Raccoon“-Version (Entschlossener Waschbär) markiert einen signifikanten technologischen Sprung für das Ubuntu-Ökosystem und bringt einige der am heißesten erwarteten Features der letzten Jahre in den stabilen LTS-Zweig.

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

1. Linux Kernel 7.0 als Herzstück

Eines der größten Highlights ist der Sprung auf Linux Kernel 7.0. Dieser neue Major-Kernel bietet nicht nur eine drastisch verbesserte Hardware-Unterstützung für die neuesten CPU- und GPU-Generationen von Intel, AMD und NVIDIA, sondern führt auch neue Energiesparmodelle ein, die die Akkulaufzeit von Laptops unter Linux spürbar verlängern sollen.

2. GNOME 50: Das modernisierte Desktop-Erlebnis

Mit GNOME 50 erhält die Benutzeroberfläche ein dezentes, aber wirkungsvolles Refresh. Besonders hervorzuheben ist der verbesserte Support für Variable Refresh Rates (VRR) und die optimierte Skalierung für alte X11-Apps auf dem standardmäßig aktiven Wayland-Desktop.

3. Native AMD ROCm Integration

Für KI-Entwickler und Datenwissenschaftler ist dies die wohl wichtigste Nachricht: AMDs Open-Source-Plattform für GPU-Computing, ROCm, ist nun erstmals direkt über die offiziellen Ubuntu-Repositories verfügbar. Mit einem einfachen sudo apt install rocm lässt sich die Hardware-Beschleunigung für Machine Learning nun ohne externe Paketquellen einrichten.

4. Sicherheit durch Rust und TPM

Ubuntu 26.04 setzt verstärkt auf moderne Sicherheitstechnologien:

  • Rust-ification: Mehrere zentrale Systemwerkzeuge, darunter das kritische sudo, wurden durch Speicher-sichere Implementierungen in der Programmiersprache Rust ersetzt.
  • TPM-FDE: Die TPM-basierte Vollverschlüsselung der Festplatte ist nun stabil. Nutzer können ihr System verschlüsseln, ohne bei jedem Bootvorgang ein Passwort eingeben zu müssen, da der Sicherheitschip des Rechners die Entschlüsselung übernimmt.

Zeitplan bis zum Release

Der heute veröffentlichte Release Candidate dient vor allem dem letzten Feinschliff. Wenn keine kritischen Fehler (Showstopper) mehr gefunden werden, sieht der offizielle Fahrplan wie folgt aus:

Datum Meilenstein
16. April 2026 Release Candidate (Heute)
23. April 2026 Finale Stable Release
Juli 2026 Erstes Point-Release (26.04.1)

Was bedeutet das für Nutzer?

Wer bereits Ubuntu 24.04 LTS oder die Interimsversion 25.10 nutzt, wird ab dem 23. April ein direktes Upgrade-Angebot erhalten. Da es sich um eine LTS-Version handelt, verspricht Canonical standardmäßig 5 Jahre Support (bis April 2031), der über Ubuntu Pro auf bis zu 10 Jahre verlängert werden kann.

Empfehlung der Redaktion: Auch wenn der Release Candidate bereits sehr stabil wirkt, sollten produktiv genutzte Systeme erst ab der finalen Version am 23. April aktualisiert werden. Für Neugierige steht das ISO-Image ab sofort auf den Ubuntu-Servern zum Download bereit.